Sonntag, 15. November 2009

Rockclimbing Camp

Hallo,

es ist schon eine weile her aber vom 26.10-01.11. hatte ich das Rockclimbing Camp meines Kurses. Am 26. ging es um 8 Uhr in der Frühe los um ca. 2 Stunden Richtung Westen in die Grampians zu fahren. Nach einem Zwischenstopp mit Mittagspause, haben wir gleich noch die Wasserkanister aufgefüllt, denn es hieß ja Selbstversorgung. Was daran etwas schwierig war, war Essen zu finden, welches in den kommenden 7 Tagen nicht in den Kühlschrank muss und auch noch super schmecken soll. Ich habe mich auf Schwarzbrot (von Aldi) Nutella und diverse Nudelsorten mit Soße mit meinen drei Mitkochern geeinigt (am ersten Abend gab es sogar Käsespätzle). Aber zurück zur Hinfahrt, nachdem wir uns also auf halber Strecke gestärkt hatten sind wir an das Nordende der Grampians gefahren, wo wir auch gleich am Mittag unsere ersten Kletterversuche machen durften.

Am Abend sind wir dann in unser erstes Camp gefahren. Auf der Fahrt haben wir gleich mal Emu's, Kangaroos und sonstiges Getier gesehen.

Nachdem alle Zelte aufgebaut und Feuerholz gesammelt wurde musste jemand unser Klo (von uns auch Missverständlicherweise Doug genannt) ausgraben, denn fließendes Wasser oder Toiletten gab es nicht. Danach ging es ans kochen und danach recht früh ins Bett, denn wir mussten am Morgen schon um 6.30 Uhr raus.


Tag 2: Der zweite Tag begann recht kalt und das Frühstück war deshalb auch eher eine kurze Angelegenheit. Danach ging es wieder Richtung Berg, denn heute stand abseilen, kletteranker setzen und klettern auf dem Programm. Das Abseilen machte natürlich Riesen Spaß, das es nicht anstrengend ist und man eigentlich nichts falschmachen kann. Danach kam aber der etwas anstrengendere Teil, denn uns wurde gezeigt wie man Anker für ein Kletterseil setzt, welche Hilfen man hat und welche Knoten man nimmt, doch zum Ausgleich durften wir dann gegen Nachmittag noch klettern. Auf dem Rückweg wurde uns noch angeboten in einem Billabong zu baden. Nachdem wohl alle mal eine kleine Abkühlung nötig hatten sind wir zum Billabong gefahren. Allerdings stand uns noch eine halbstündige Wanderung zum Billabong den Berg hinauf bevor. Dort angekommen waren sich dann einige nicht mehr so sicher hier ins Wasser zu gehen, warum seht ihr auf dem Bild. Schwarzes Wasser und Grünzeug. Ich hab mich trotzdem mal reingewagt und es war echt toll nur etwas kalt. Danach ging es wieder zurück ins Camp, essen, ausruhen, schlafen.


Tag 3: Heute war packen angesagt, wir wechselten den Standort und mussten daher die Zelte und alles abbauen. Nach dem Frühstück ging es dann weiter Richtung Westen. An einem Parkplatz machten wir halt um dort den Berg hinaufzugehen. Oben angekommen wurden wir dann in Gruppen eingeteilt um selbst Anker fürs Klettern oder Abseilen zu setzen. Nachdem wir lange in der Sonne grübelten waren alle sehr kaputt und die eigentliche Aufgabe jetzt noch mal ein Ankersystem zu setzen um sich dann selbst daran abzuseilen wurde verworfen und unsere drei Guides erledigten das für uns. Danach ging es wieder zurück in den Bus um zum nächsten Camp zu fahren, aber auf halber Strecke wartete wieder ein Billabong oder diesmal eher See auf uns. Schließlich kamen wir gegen Abend an unserem zweiten Camp an und die Aufgaben wurden wieder verteilt. Zelte aufbauen Feuerholz sammeln, Klo (Doug) ausgraben.

Danach ging es wieder zu wie immer, kochen, ausruhen und dann schlafen.

Tag 4: Für mich persönlich war das der wohl schönste Tag der Woche (was aber nicht heißen soll das die anderen Tage nicht schön waren!). Wir hatten uns am Abend darauf geeinigt auf Grund der Wärme des kommenden Tages einen Kletter-Spot zu finden der im Schatten liegt, und da unser Dozent die Gegend sehr gut kennt sind wir an eine Stelle gefahren die wie eine Schlucht ist und deshalb schön im Schatten liegt. Allerdings gab es dort nicht so viele Klettermöglichkeiten, deshalb wurde die Gruppe geteilt, d.h. eine Gruppe machte eine Rocktour, welche durch mehrere Höhlen führte und Schließlich auf dem Höchsten Punkt des Berges endete, von dem wir uns dann wieder abseilen durften. Der andere Teil der Gruppe kletterte dann an echt tollen Routen zwischen den zwei Felsen. Als die eine Gruppe mit der Tour fertig war wurde dann gewechselt. Am Abend wurde dann noch angeboten an einen Wasserfall zu fahren um sich erneut Abkühlung zu verschaffen. Der Wasserfall war einfach klasse und diesmal ging sicher jeder ins Wasser. Am Abend gab es wieder das übliche Bild essen und schlafen.

Tag 5: Heute mussten zum letzen mal die Zelte gepackt werden, denn unser Trip ging in die Letzte Runde. Es wurden Wasserbeutel verteilt und die Rucksäcke nur mit dem Nötigsten gepackt, denn es ging für 2,5 Tage in eine Höhle in den Grampians. Zelte und unnutzes Zeug konnten wir im Trailer lassen und so ging jeder mit seinem Rucksack voller Essen, Kleidung, Wasser und Kletterausrüstung auf die einstündige Wanderung den Berg hinauf zur Höhle.

Dort angekommen fanden wir eine riesige Höhle vor die für die nächsten zwei Tage unser "Dach über dem Kopf" war. Am selben Tag ging es noch in der Nähe der Höhle klettern. Diesmal waren auch zwei echt anspruchsvolle Kletterrouten dabei welche mich auch überforderten. Am Abend hatte ich dann ein bisschen ein blödes Gefühl im Bauch, weil es einen einfach wurmt wenn man irgendwo nicht weiterkommt.


Tag 6: Ein weiteres Highlight sollte folgen. Für diesen Tag war etwas besonderes geplant, denn es ging darum eine Schlucht zu überwinden über die Seile gespannt waren. Das alles sah supergefährlich aus aber war natürlich doppelt und dreifach gesichert. Wir mussten uns an dem einen Ende der Schlucht einklinken, zur anderen hinüberfahren, sich dort wieder abseilen, auf die andere Seite laufen und wieder hochklettern. Es war ein Riesen Spaß, denn man konnte loslaufen und dann fast den ganzen Weg am Seil entlangfahren mit einem Wägelchen, welches auf dem Seil fährt. Nachdem alle die Herausforderung bestanden hatten ging es dann zum Abschluss noch mal etwas klettern in der Nähe der Höhle. Hierbei hat man uns gezeigt wie man sich an einem Seil mit zwei Schlaufen hocharbeitet. Die Kletterrouten waren wieder recht anspruchsvoll, aber diesmal habe ich mich besser angestellt und konnte zufrieden ins Bett gehen.


Tag 7: Am Sonntag stand dann der Rückweg zum Bus und dann die Rückfahrt nach Melbourne auf dem Plan. An einem Zwischenstopp in Halls Gap haben wir dann unsere Töpfe gewaschen und die Ausrüstung sortiert. In Melbourne angekommen trennten sich dann wieder die Wege und jeder fuhr nach Hause um sich endlich mal ausgiebig zu duschen. Was vielleicht noch erwähnenswert ist, ist das jeder Teilnehmer in den sieben Tagen nur etwa 40-50 Liter Wasser verbraucht hat, was etwa einer bis eineinhalb Duschen entspricht.

Alles in allem war es mal wieder ein super Trip, mit super Leuten und super Guides.

Alle Bilder stelle ich in mein Webalbum, welches auf der linken Seite angezeigt wird. Es sind ein bisschen viel geworden aber wer will kann sich ja durchwühlen.

Nächste Woche geht es noch einmal 4 Tage Kajaken ehe ich dann am 9. Dezember mit der Reise anfange.

Bis bald

Clemens

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