Donnerstag, 24. September 2009

Museum und Kajaking

Hey,

meine Essays sind fertig, der erste Kajak Kurs ist vorbei und jetzt steht eine Woche Urlaub in Alice Springs vor der Tür. Vorletzten Freitag habe ich mich mal aufgemacht, das Melbourne Museum zu besuchen. Dort gibt’s es mehrere Dauerhafte Ausstellungen, wie z.b. The Melbourne Story (die Entwicklung Melbournes von früher bis heute), Bugs Alive (Insekten, Spinnen und anderes Gewürme lebend) oder auch den Dinosaur Walk(Riesige und kleine Skelette von Dinosauriern). Für kurze Zeit gibt es aber auch noch die Ausstellung 'A day in Pompeji', für die ich aber leider keine Zeit mehr hatte, da man für die dauerhaften Ausstellungen ca. 3 Stunden und 'Pompeji' 2 Stunden einberechnen muss. Was aber toll ist, ist dass die Dauerhaften Austtellungen für Studenten umsonst sind und ich mir gleich den eintritt von 14 $ gespart habe.Tja was gab es tolles zu sehen. Zunächst einmal ein riesiges echtes Blauwal-Skelett, mit Rückenwirbeln, die doppelt so groß sind wie ein menschlicher Kopf.


Dann ging es weiter zu den Dinos, Insekten und schließlich dann zu 'Melbourne Story'.Das war der interessanteste Teil des Tages.

Im ersten Stock war vieles zum Thema Aboriginals zu sehen, Speere, Schilder, Körbe und natürlich auch Kunst. Danach kam ein eigener Teil für die 'Stolen Generation'. 'Lost Generation' bezeichnet die Generationen von Australischen Ureinwohnern, die von der Australischen Regierung zwangsentfernt wurden. Im zweiten Stock befand sich dann alles über Melbourne von der Gründung bis zu heutigen Zeit. Es gab alte Kutschen, alte Häuser, die ersten Elektrogeräte, alte Fernseher, die Protestbewegungen gegen den Vietnam Krieg (bei dem Australien direkt beteiligt war) uvm. Danach war dann leider die Besuchszeit schon vorbei, aber da es ja umsonst ist werde ich bestimmt noch einmal hingehen.



Eine Woche später begann dann am Donnerstag morgen um 9 Uhr meine 'Theory and application of River Craft' ( Kajak) Vorlesung. Zuerst wurden uns die schriftlichen Aufgaben vorgestellt, welche nicht gerade wenig sind, wir müssen über jeden Tag den wir Kajaken ca. 500 Worte schreiben. Danach ging es mit ein paar Kajaks in den Pool (Hallenbad) der UNI. Hier wurde uns beigebracht, wie man in ein Kajak einsteigt ohne das man gleich ins Wasser fällt. Danach ging es darum, wenn man sich mit dem Kajak umdreht, wie man wieder herauskommt. Für dies braucht man Übung, da man im dem Kajak sehr fest sitzt und dann noch einen Spritzschutz über der Öffnung hat in der man sitzt. Dann wurde es uns vorgemacht und wir durften es dann nachmachen. Zuerst sitzt man in seinem Boot, dann beugt man sich zur Seite und sitzt dann mit dem Kopf zum Beckenboden in seinem Boot. Nun heißt es ruhig bleiben, zuerst den Spritzschutz lösen und dann mit dem Po zuerst das Boot verlassen und die Beine nachziehen. Ihr glaubt nicht wie viel Spaß es macht mit einem Kajak in einem Schwimmbad zu fahren und sich umzudrehen usw.



Am Mittag sind wir dann zuerst einmal zum Fluss, der unter der UNI entlangfließt. Dort war es dann an der Zeit die ersten Paddelschläge zu üben. Leider hat es nach ca. 10 Minuten angefangen zu regnen und zu winden, daher waren die restlichen 2 Stunden auf dem Wasser nicht so angenehm.

Am Donnerstag haben wir uns dann noch einmal an der UNI getroffen. Diesmal gingen wir zuerst in den Fluss und übten wie man in geradeaus vorwärts paddelt (was ziemlich frustrierend ist, da man sich sehr leicht dreht), wie man rückwärts paddelt und dann noch ein paar spezielle Paddelschläge. Am Mittag haben wir uns dann wieder am Pool getroffen und Rettungstechniken geübt, z.b. Wie man ein Rettungssack wirft, wie man im Wasser aus einem umgefallenen Boot das Wasser herausbekommt und wie man einen der nicht mehr in seinem Boot sitzt wieder ans Ufer bringt oder wieder aus dem Wasser ins Boot einsteigen kann. Am Ende des Tages mussten wir dann für das Camp, welches Samstag und Sonntag stattgefunden hat unsere Sachen packen. D.h. Paddel, Schwimmweste, Helm um Spritzschutz in einen Anhänger und darüber die Boote laden.



Am Samstag haben wir uns dann um 8 nach einigen Schwierigkeiten (ich hatte meinen Geldbeutel im Bus liegen lassen und bin dem Bus dann 3 Stops hinterhergerannt) an der UNI getroffen und sind eineinhalb Stunden den Yarra (das ist der Fluss der dann durch Melbourne fließt) hinaufgefahren. An einem Rastplatz neben dem Fluss haben wir uns dann umgezogen, die zwei super Coachs John und Ean haben ein Auto zum Ausstiegspunkt gefahren und als sie dann wieder da waren ging die Fahrt los. Es war wirklich sehr toll, man fährt auf dem Fluss links und rechts die typischen Australischen Bäume, überall sitzen Vögel, und dann noch Sonnenschein, da kann man neidisch werden, nicht ?!?


An einer Stromschnelle haben wir dann angehalten und versucht von unten ein Stück dagegen anzufahren und durch Schrägstellung des Bootes sich nicht zu drehen. Leider ist mir das dann beim zweiten mal nicht gelungen und ich könnte testen was ich im Pool gelernt habe. Leider war das Wasser aber nicht so warm wie im Pool, aber ich bin trotzdem heil heraus gekommen.
6 von 12 Leuten sind an der stelle umgefallen und so hatten die Coachs einiges zu tun.



Am Abend ging es dann ins Camp zum Zelte aufbauen und zu kochen. Nach einigen lustigen Spielen, ging es dann früh ins Bett denn nach drei Tagen Kajak fahren ist man ziemlich geschafft. Am Sonntag stand dann noch mal eine Tour an. Die war genau so toll, bis der Stöpsel meines Bootes verloren ging und langsam Wasser einlief. Bei geraden Stücken ohne Stromschnellen wurde immer versucht dem anderen den Stöpsel aus dem Boot zu ziehen ohne das er es merkt, das langsam Wasser einfließt. Leider hatte ich das Boot, bei dem der Stöpsel nicht festgemacht war und so liegt er jetzt auf dem Grund des Yarra. Als wir dann das Wasser aus meinem Boot schütteten habe wir auf der anderen Seite des Ufers unsere erste Schlange in freier Wildbahn gesehen. Deshalb waren beim Mittagessen später, welches wir immer auf dem Boot dabei hatten und dann am Ufer irgendwo gegessen haben ein bisschen vorsichtiger.Gegen 15 Uhr hatten wir dann unseren Trip beendet und sind wieder an die UNI gefahren. Leider ging das alles viel zu schnell vorbei und ich freue mich auf weitere vier Tage Kajaken, mit einer wirklich coolen Truppe und coolen Coachs.Am kommenden Dienstag habe ich jetzt einen Flug nach Alice Springs und einen dreitägigen Ayers Rock Trip gebucht, bis dahin werde ich mich mal an die Aufgaben vom Kajaken setzen.


Bis bald


Clemens

Donnerstag, 3. September 2009

Alltag eines Studenten

Zur Zeit ist bei mir Alltag angesagt, denn ich muss Essay's und Assesment's für die UNI schreiben. Hier muss man sie während dem Semester abgeben und nicht wie bei uns am Ende oder nach den Semesterferien. Deshalb habe ich in den letzten zwei Wochen wirklich arbeiten müssen :-D, aber für das bin ich ja auch gekommen. Heute ist schon die Hälfte meines Studiums in Australien vorbei. Ich habe bereits einen Essay ("Since 1933 Hitler planned to go to war") und drei Assesments (Eine 400 Wörter umfassende Zusammenfassung einer Vorlesung, eine Recherche über sechs beliebige Australische Soldaten des ersten Weltkrieges und eine Broschüre über die Austrüstung und Sicherheit beim Klettern) geschrieben.

Dabei hat mich die Recherche am meisten beeindruckt. Zuerst musste man sich ein war memorial in seiner Nähe suchen, da ich mich ja nicht auskannte hat man mich auf die Seite "http://www.skp.com.au/memorials2/default.htm" hingewiesen, die viele Denkmäler in Listen führt, oft auch mit Namen. Dort habe ich mir dann sechs beliebige Soldaten aussuchen müssen. Mit der Seite "http://www.awm.gov.au/" kann man sich dann Informationen über jeden Australischen Soldaten, der jemals für sein Land in den Krieg gezogen ist, sammeln. Damit haben wir dann im"Tutorial" die Australischen Soldaten des ersten Weltkrieges verglichen, in Punkten wie Alter (viele waren zwischen 20-24), Religion (die Meisten waren Protestanten/ Da die Katholiken meist Iren waren und England hassten, habe sie sich nicht am Krieg beteiligt) oder auch welcher Bevölkerungsschicht sie angehören.

So nun habe ich noch zwei Essays vor mir, die ich in den nächsten Wochen schreiben muss, allerdings mach ich zur Abwechslung immer kleine Ausflüge in die City, oder wie letzten Sonntag in den Zoo.













Der Zoo hier ist echt empfehlenswert, er ist nicht groß aber man hat sich auch neben den Gehegen richtig mühe gegeben. Wenn man die Pfade so entlangläuft fühlt man sich an manchen stellen als stände man im Outback, oder in Indien im Dschungel, was zwar kitschig erscheint aber mir hat es gefallen. Ich hatte hier meine erste Begegnung mit einem Koala und Riesenschildkröten.













Allerdings hat mir das Schmetterlinghaus am besten gefallen, nicht nur weil es dort drinnen tropische Temperaturen hatte, im Gegensatz zu 16° und Wind drausen, sondern weil es um einen herum überall flatterte. Ich habe noch nie so viele Schmetterlinge auf einem haufen gesehen. Sie setzten sich genau vor mir auf Blätter um fotographiert zu werden.


In zwei Wochen habe ich dann zum ersten mal Kajak Praxis. Nachdem wir bis jetzt nur einmal Theorie an der Uni hatten, werden wir uns am Donnerstag im Hallenbad der Uni vorbereiten, um dann am Freitag in einem ruhigen Fluss unsere ersten Paddelschläge zu üben. Samstag und Sonntag gibt es dann einen "overnight trip", aber ich habe leider nicht genau verstanden wohin... blöd. Auf jedenfall wird es wohl spannender als Flachwasser. Aber bis dahin habe ich ja noch Arbeit vor mir.

Bis dann !