Donnerstag, 24. Dezember 2009

Great Ocean Road / Kangaroo Island / Adelaide und Grampian National Park

Hey,

nun bin ich wieder zurück in Melbourne und habe nen echt schönen Trip hinter mir. Am 9. Dezember habe ich mit der Lea ein Auto gemietet und es ging hier von Melbourne aus auf der Great Ocean Road, von der dann auf Kangaroo Island und danach nach Adelaide. Nach zwei Tagen in Adelaide ging es dann wieder langsam zurück durch die Grampians nach Melbourne, wo wir uns gerade noch mit meinem bruder getroffen haben, um gemeinsam nach Sydney zu reisen.

Die Reise ging los indem wir von Melbourne aus richtung Süden nach Sorrento gefahren sind. Von dort aus ging es dann mit der Fähre weiter nach Queenscliff. Danach ging es weiter nach Torquay, was wohl eines der Surf-Mekka's Australiens ist. Hier haben die ganzen Firmen die etwas mit Surfen zu tun haben ihren Hauptsitz und dadurch gab es auch einige Schnäppchen in den dazugehörigen Outlets. Nach einem Frühstück am Strand ging es los mit der Great Ocean Road, die ihrem Weltweit bekannten Namen alle Ehre macht. Das erste stück was mir auch am besten gefallen hat war direkt am Meer, links Wasser und rechts Berg. In Lorne haben wir dann nachdem wir noch die Lorne Waterfalls angeschaut haben, eine Nacht auf dem Zeltplatz verbracht. Am nächsten Tag ging es dann in den Ottoway National Park, eine Regenwald indem wir einen kleine Wanderung/Spaziergang gemacht haben. Den Rest der Route war das wetter etwas unwillig und es gab Wolken und starken wind deshalb konnte ich mich für die Attraktionen wie 12 Apostels oder London Bridge nicht so begeistern. Dies kann aber auch daran liegen das sich hier Scharen von Touristen tummeln, ständig Hubschrauber mit Touristen um die Sehenswürdigkeiten kreisen und jeder nur schnell ein photo machen möchte (und ich war dabei :-D ).

Weiter ging es über Portland bis nach Cape Jewis dem Fährhafen zur Kangaroo Island. Kangaroo Island ist eine Insel Südlich von Adelaide, auf der nur wenige Menschen leben aber dafür eine Menge Tiere wie Kangaroos Koalas, Echsen und Seehunde. Wir sind von Penneshaw, wo unsere Fähre anlegte zuerst mal in richtung Kingscote gefahren und Essen und Trinken für die 3 Tage einzukaufen. Dann ging die Fahrt los nach Seal Bay an die Südstrände der Insel wo wir dann Seehunde beobachten konnten. Weitergings über echt schöne Strände wie z.B. Vivonne Bay in den Flinders Chase National Park. Dort waren wir dann wieder auf dem Campingplatz und hatten als Nachbarn Kangaroos, Wallaby's und nen Koalabären. Am nächsten Morgen gings dann noch zu den Remarcable Rocks, eine Felsformation, von der man denkt, jemand hätte sie dort hingebracht. Danach ging es an die Süd-West-Spitze der Insel auf der es erneut Seehunde zu sehen gab. Die nacht haben wir dann umzingelt von Schnaken Bei American River verbracht. Am Dienstag sind wir schließlich mit der Fähre wieder rüber auf's Festland und nach Adelaide gefahren. Am Abend haben wir dann noch im Hostel Kniffel gegen ein paar Österreicher gespielt. Am nächsten Tag hatten wir dann eine City-Tour geplant, welche dann aber so endete, das wir die längste Zeit des Tages im klimatisierten Kaufhaus verbrachten, da es mittags um 15 Uhr 40° C und echt heißen wind gab. Am Abend haben wir dann noch ein Freies BBQ im Hostel erhalten und am Nächsten Morgen ging es dann wieder richtung Melbourne. Auf dem Rückweg haben wir aber noch ein paar Tage in den Grampians eingeplant, dem Gebirge in dem ich vor 2 Monaten klettern war. Diesmal haben wir die lockeren Touren gemacht mit kleinen Wanderungen/Spaziergängen zu echt tollen Aussichtspunkten. Am Campingplatz in den Grampians war es uns sogar möglich eines der vielen Kangaroos zu streicheln, weil dieses wohl schon so an Menschen gewohnt war (irgendwie auch schade). Die letzte nacht haben wir dann noch in Ballarat gecampt, eine Stadt die durch Goldfunde entstanden ist. Leider hatten wir keine Zeit mehr um einen Nachbau der Stadt zur Zeit der Goldfunde anzuschauen, bei der Schauspieler in Kostümen in der Stadt umherlaufen. So und jetzt sitzen wir zu dritt hier in Melbourne, machen ein bisschen sightseeing und planen unsere Tour nach Sydney, welche am Samstag beginnt.

Mittwoch, 25. November 2009

Day's between the Camp's & Kayaking Part II

Nachdem das Rockclimbing Camp vorbei war hatte ich noch zwei Wochen Zeit bis zum Kajak Camp. Um die Zeit zu überbrücken habe ich mich mit ein paar Leuten vom Klettern zum Bowlen und zum Essen getroffen. Da das essen aber ein Chinesisches 'All you can eat' war, konnte sich kaum einer mehr bewegen und das Bowlen fiel ins Wasser.



Zwei Tage später, nahm mich dann Jane, eine mal wieder 'wahnsinnsfreundliche' Australierin, für einen Tag mit zum Surfen nach Torquay.



Torquay liegt am Startpunkt der Great Ocean Road und hat glaube ich bis auf die Surfshop-Outlets nur unglaublich tolle Strände zu bieten. An dem letzteren waren wir dann und es war echt toll. Im Gegensatz zu den Stränden rund um Melbourne hatte der Wellen, Supersand und es war auch wenig los. Leider waren die Wellen auch etwas zu niedrig und zu kurz an dem Tag aber für die ersten Versuchen war es trotzdem gut.


Wieder ein paar tage Später sind wir dann nach Altona gefahren um in einem Indoor Kletterpark unsere Climbing-Skills wieder aufzufrischen. Doch wie uns schnell bewusst wurde müsste man erst Indoor-klettern und dann raus an den Felsen, da das Indoor-klettern wohl nur halb so interessant ist. Nichtsdestotrotz war ich an dem Abend sehr geschafft und bin früh ins Bett.

Letzten Donnerstag war dann der Beginn des Kajak-Camps, deshalb haben wir uns um 8 Uhr morgens am Bootshaus der UNI getroffen um die Ausrüstung auf den Trailer zu laden und dann Richtung Norden in die Nähe von Eildon zu fahren. Auf dem Letzten Stück der Strecke durchquerten wir die Zone in der es am Anfang des Jahres die schweren Waldbrände gab. Wir sind locker 30-40 Minuten durch Wälder mit schwarzen Bäumen gefahren und unser Dozent sagte das wir ja nur das Stück an der Straße sehen und das es sich kilometerweit ausdehnt. Das paradoxe daran, war das an den Schwarzen Baumstämmen schon wieder grüne Blätter und Zweige rausgewachsen sind, d.h. die Bäume sind nicht tot.
Am Gloulbourne river angekommen haben wir dann ne kurze Essenspause gemacht und sind dann gleich ins Wasser mit unseren Kajaks. Unser Campingplatz lag direkt am Fluss und der Fluss war speziell für Kajakfahrer hergerichtet. Das heißt das Betonhindernisse ins Wasser gelassen wurden um Stromschnellen und sogenannte Eddy's (Stellen mit ruhigem Wasser direkt hinter einem Hindernis) zu erzeugen. Fast die ganzen drei Tage spielten sich in den 300 Meter Stromschnellen ab und am Anfang dachte ich es wird ein bisschen langweilig, wenn wir statt Kajak-Touren jetzt nur an bestimmten Stellen üben können, aber mit der Zeit hat das Riesen Spaß gemacht, sodass man nicht mehr aus dem Wasser wollte.

Zuerst trafen wir uns aber über dem Fluss um nocheinmal alle Paddel- Schläge und -Techniken zu üben, immerhin war es fast zwei Monate her seid wir das letzte Mal im Kajak saßen.
Um warm zu werden spielten wir dann fangen wobei man wieder merkte das es unmöglich ist alleine einen unserer Coaches zu fangen. Danach ging es dann in die Stromschnellen und ja wie erwartet sehr spaßige Angelegenheit. Es ging darum schräg über die Stromschnellen zum nächsten Eddy zu gelangen, Stromschnellen hochzufahren und beim Runterfahren wieder in einen Eddy zu kommen. Am Abend gab es dann noch ein bisschen Theorie ehe wir den zweiten Tag wieder im Fluss starteten. Am Mittag sind wir dann ca. zwei Kilometer flussaufwärts an die Staumauer gefahren um von dort dann eine kleine Tour zu den Stromschnellen zu unternehmen. Da die Strecke aber keine Anforderungen an uns hatte begann eine Wasserschlacht.

Diese wurde durch ein plötzlich stark aufkommenden Wind unterbrochen und wir fuhren dann wieder flussabwärts um das Camp zu erreichen. Am Samstag, unserem letzten Tag waren wir dann wieder an der bekannten Stelle um nocheinmal die persönlichen Skills aufzubessern, danach spielten wir an einer ruhigen Stelle noch eine runde Wasserpolo, was in etwa so ist wie Wasserball nur mit Kajaks.



Dies endete aber damit das jeder versuchte jeden irgendwie ins Wasser zu bekommen, indem er den Spritzschutz am Boot des anderen löst und dann versucht irgendwie Wasser hereinzubekommen. Bei einem unserer Coaches haben wir es nur zu viert geschafft ihn ins Wasser zu bringen, aber wir waren dann leider auch alle drin.

Danach ging es dann unter die warme Dusche und das zusammenpacken.
Ach ja fast hätte ich es vergessen 200 Meter unter unseren Stromschnellen lag eine Strecke auf der am Sonntag dann ein Slalomrennen stattfindet, dort waren Kinder und Jugendliche in Kajaks unterwegs. Trainiert wurden sie von einem Australischen Olympioniken und die waren echt verdammt gut.
Naja dann war das Camp leider auch schon vorbei und es ging wieder zurück nach Melbourne.

Am Samstag abend hat es dann richtig angefangen zu regnen und bei mir kam dann leider das Wasser durch die Decke. Heute war aber jemand da der es hoffentlich repariert hat, denn für morgen haben sie wieder Gewitter vorhergesagt.

Cheers,
Clemens

Sonntag, 15. November 2009

Rockclimbing Camp

Hallo,

es ist schon eine weile her aber vom 26.10-01.11. hatte ich das Rockclimbing Camp meines Kurses. Am 26. ging es um 8 Uhr in der Frühe los um ca. 2 Stunden Richtung Westen in die Grampians zu fahren. Nach einem Zwischenstopp mit Mittagspause, haben wir gleich noch die Wasserkanister aufgefüllt, denn es hieß ja Selbstversorgung. Was daran etwas schwierig war, war Essen zu finden, welches in den kommenden 7 Tagen nicht in den Kühlschrank muss und auch noch super schmecken soll. Ich habe mich auf Schwarzbrot (von Aldi) Nutella und diverse Nudelsorten mit Soße mit meinen drei Mitkochern geeinigt (am ersten Abend gab es sogar Käsespätzle). Aber zurück zur Hinfahrt, nachdem wir uns also auf halber Strecke gestärkt hatten sind wir an das Nordende der Grampians gefahren, wo wir auch gleich am Mittag unsere ersten Kletterversuche machen durften.

Am Abend sind wir dann in unser erstes Camp gefahren. Auf der Fahrt haben wir gleich mal Emu's, Kangaroos und sonstiges Getier gesehen.

Nachdem alle Zelte aufgebaut und Feuerholz gesammelt wurde musste jemand unser Klo (von uns auch Missverständlicherweise Doug genannt) ausgraben, denn fließendes Wasser oder Toiletten gab es nicht. Danach ging es ans kochen und danach recht früh ins Bett, denn wir mussten am Morgen schon um 6.30 Uhr raus.


Tag 2: Der zweite Tag begann recht kalt und das Frühstück war deshalb auch eher eine kurze Angelegenheit. Danach ging es wieder Richtung Berg, denn heute stand abseilen, kletteranker setzen und klettern auf dem Programm. Das Abseilen machte natürlich Riesen Spaß, das es nicht anstrengend ist und man eigentlich nichts falschmachen kann. Danach kam aber der etwas anstrengendere Teil, denn uns wurde gezeigt wie man Anker für ein Kletterseil setzt, welche Hilfen man hat und welche Knoten man nimmt, doch zum Ausgleich durften wir dann gegen Nachmittag noch klettern. Auf dem Rückweg wurde uns noch angeboten in einem Billabong zu baden. Nachdem wohl alle mal eine kleine Abkühlung nötig hatten sind wir zum Billabong gefahren. Allerdings stand uns noch eine halbstündige Wanderung zum Billabong den Berg hinauf bevor. Dort angekommen waren sich dann einige nicht mehr so sicher hier ins Wasser zu gehen, warum seht ihr auf dem Bild. Schwarzes Wasser und Grünzeug. Ich hab mich trotzdem mal reingewagt und es war echt toll nur etwas kalt. Danach ging es wieder zurück ins Camp, essen, ausruhen, schlafen.


Tag 3: Heute war packen angesagt, wir wechselten den Standort und mussten daher die Zelte und alles abbauen. Nach dem Frühstück ging es dann weiter Richtung Westen. An einem Parkplatz machten wir halt um dort den Berg hinaufzugehen. Oben angekommen wurden wir dann in Gruppen eingeteilt um selbst Anker fürs Klettern oder Abseilen zu setzen. Nachdem wir lange in der Sonne grübelten waren alle sehr kaputt und die eigentliche Aufgabe jetzt noch mal ein Ankersystem zu setzen um sich dann selbst daran abzuseilen wurde verworfen und unsere drei Guides erledigten das für uns. Danach ging es wieder zurück in den Bus um zum nächsten Camp zu fahren, aber auf halber Strecke wartete wieder ein Billabong oder diesmal eher See auf uns. Schließlich kamen wir gegen Abend an unserem zweiten Camp an und die Aufgaben wurden wieder verteilt. Zelte aufbauen Feuerholz sammeln, Klo (Doug) ausgraben.

Danach ging es wieder zu wie immer, kochen, ausruhen und dann schlafen.

Tag 4: Für mich persönlich war das der wohl schönste Tag der Woche (was aber nicht heißen soll das die anderen Tage nicht schön waren!). Wir hatten uns am Abend darauf geeinigt auf Grund der Wärme des kommenden Tages einen Kletter-Spot zu finden der im Schatten liegt, und da unser Dozent die Gegend sehr gut kennt sind wir an eine Stelle gefahren die wie eine Schlucht ist und deshalb schön im Schatten liegt. Allerdings gab es dort nicht so viele Klettermöglichkeiten, deshalb wurde die Gruppe geteilt, d.h. eine Gruppe machte eine Rocktour, welche durch mehrere Höhlen führte und Schließlich auf dem Höchsten Punkt des Berges endete, von dem wir uns dann wieder abseilen durften. Der andere Teil der Gruppe kletterte dann an echt tollen Routen zwischen den zwei Felsen. Als die eine Gruppe mit der Tour fertig war wurde dann gewechselt. Am Abend wurde dann noch angeboten an einen Wasserfall zu fahren um sich erneut Abkühlung zu verschaffen. Der Wasserfall war einfach klasse und diesmal ging sicher jeder ins Wasser. Am Abend gab es wieder das übliche Bild essen und schlafen.

Tag 5: Heute mussten zum letzen mal die Zelte gepackt werden, denn unser Trip ging in die Letzte Runde. Es wurden Wasserbeutel verteilt und die Rucksäcke nur mit dem Nötigsten gepackt, denn es ging für 2,5 Tage in eine Höhle in den Grampians. Zelte und unnutzes Zeug konnten wir im Trailer lassen und so ging jeder mit seinem Rucksack voller Essen, Kleidung, Wasser und Kletterausrüstung auf die einstündige Wanderung den Berg hinauf zur Höhle.

Dort angekommen fanden wir eine riesige Höhle vor die für die nächsten zwei Tage unser "Dach über dem Kopf" war. Am selben Tag ging es noch in der Nähe der Höhle klettern. Diesmal waren auch zwei echt anspruchsvolle Kletterrouten dabei welche mich auch überforderten. Am Abend hatte ich dann ein bisschen ein blödes Gefühl im Bauch, weil es einen einfach wurmt wenn man irgendwo nicht weiterkommt.


Tag 6: Ein weiteres Highlight sollte folgen. Für diesen Tag war etwas besonderes geplant, denn es ging darum eine Schlucht zu überwinden über die Seile gespannt waren. Das alles sah supergefährlich aus aber war natürlich doppelt und dreifach gesichert. Wir mussten uns an dem einen Ende der Schlucht einklinken, zur anderen hinüberfahren, sich dort wieder abseilen, auf die andere Seite laufen und wieder hochklettern. Es war ein Riesen Spaß, denn man konnte loslaufen und dann fast den ganzen Weg am Seil entlangfahren mit einem Wägelchen, welches auf dem Seil fährt. Nachdem alle die Herausforderung bestanden hatten ging es dann zum Abschluss noch mal etwas klettern in der Nähe der Höhle. Hierbei hat man uns gezeigt wie man sich an einem Seil mit zwei Schlaufen hocharbeitet. Die Kletterrouten waren wieder recht anspruchsvoll, aber diesmal habe ich mich besser angestellt und konnte zufrieden ins Bett gehen.


Tag 7: Am Sonntag stand dann der Rückweg zum Bus und dann die Rückfahrt nach Melbourne auf dem Plan. An einem Zwischenstopp in Halls Gap haben wir dann unsere Töpfe gewaschen und die Ausrüstung sortiert. In Melbourne angekommen trennten sich dann wieder die Wege und jeder fuhr nach Hause um sich endlich mal ausgiebig zu duschen. Was vielleicht noch erwähnenswert ist, ist das jeder Teilnehmer in den sieben Tagen nur etwa 40-50 Liter Wasser verbraucht hat, was etwa einer bis eineinhalb Duschen entspricht.

Alles in allem war es mal wieder ein super Trip, mit super Leuten und super Guides.

Alle Bilder stelle ich in mein Webalbum, welches auf der linken Seite angezeigt wird. Es sind ein bisschen viel geworden aber wer will kann sich ja durchwühlen.

Nächste Woche geht es noch einmal 4 Tage Kajaken ehe ich dann am 9. Dezember mit der Reise anfange.

Bis bald

Clemens

Montag, 12. Oktober 2009

Rock 'n' Roll mal etwas anders

Am Freitag morgen um 6.00 Uhr ging die 'Mulga-Tour' los von Alice Springs in Richtung Westen mit dem ersten Ziel King's Canyon. Um sich besser kennenzulernen, immerhin waren glaube ich 20 Leute im Bus, musste sich jeder kurz vorstellen und seinen Namen dann an sein Fenster schreiben. Nachdem sich dann auch unsere Reiseleiterin Halley vorgestellt hatte, durften sich alle noch einmal ausruhen denn die Fahrt dauerte etwa sieben Stunden...

Am King's Canyon angekommen erwartete uns tolles Wetter und natürlich ein riesiger Canyon. Wir konnten wählen zwischen einer halbstündigen und einer dreistündigen Wanderung und haben uns natürlich alle für die dreistündige Wanderung auf dem Canyon entschieden. Das erste Stück waren Treppen ?!?! (das ist alles sehr sehr Touristisch ausgelegt) und dann konnte man auf dem Canyon eine vorgegebene Route entlangwandern. Es ist unglaublich wie viele
Leute/Gruppen auf dem Canyon herumwandern und ich war einer von ihnen :-D.


Die Wanderung war trotzdem sehr schön und einzigartig. Nach der Tour ging es wieder zurück in den Bus um nocheinmal zwei Stunden zu unserem Outdoorcamp zu fahren.

Dort angekommen war es auch schon dunkel und wir fingen an zu kochen, Feuer zu machen und die 'Swags' zu verteilen. Swags sind aufgebaut wie Schlafsäcke, auf der Oberseite ist ein Reisverschluss und auf der Unterseite eine dünne Matratze. Wenn man ihn ausgerollt hat schlüpft man mit seinem Schlafsack in diesen Swag und das war dann unser Bett für die zwei Nächte unter freiem Himmel. Trotz das es nachts recht kalt wird war es unglaublich warm im Swag und es gab nur einen Asiaten der gefroren hat, weil er wohl nicht gecheckt hat das er seinen Schlafsack noch holen muss. (Toll war wenn man nachts kurz aufwacht und dann sofort den Sternenhimmel über einem sieht!)
Am Samstag morgen wurden wir dann von der Sonne geweckt und nach einem kurzen Frühstück ging es dann in Richtung Kata Tjuta (The Olgas) ca. 60 km weit weg vom Uluru (Ayers Rock), beides Heilige Stätten der dort immer noch lebenden Aboriginals. Am Kata Tjuta angekommen konnten wir dann wieder zwischen verschiedenen Wegen wählen. Unser Weg ging durch verschiedene Domes (Felsen-Dome) von denen es genau 36 Stück gibt.


Da es eine heilige Stätte der Aboriginals war es verboten abseits der Wege zu laufen oder die Domes zu betreten.


Am Nachmittag haben wir uns dann zum Bekanntesten Australischen Berg begeben, dem Uluru (Ayers Rock).

Zuvor hat uns unser Guide noch über die Kontroverse mit der Besteigung des Ayers Rock aufgeklärt. Der Berg wird von den lokalen Aboriginals als heilige Stätte angesehen, das aus ihrer Sicht nicht bestiegen werden darf. Sie hindern aber niemanden daran. Der Aufstieg wird zwar geduldet, aber nicht gern gesehen. Der Aufstieg ist auch sehr anstrengend und es sind auch schon ca. 35 Touristen dort ums Leben gekommen. Deshalb habe ich mich mit ein paar anderen entschieden den Base-Walk um den Berg herum zu machen, für den wir auch ca. 2,5 Stunden gebraucht haben.



Am Abend waren wir dann noch zum Sonnenuntergang auf einem extra für Sonnenuntergänge gebauten Busparkplatz um das allzubekante Bild zu machen.

Ich weiß das ich selbst so eine Tour mitgemacht habe, aber das ist schon ein komisches Bild, wenn Reisebusse ihre Plastikstühle und den Grill für ihre Teilnehmer auspacken... Bei uns gab es statt Wein und Erdnüsse nur selbst mitgebrachtes Dosenbier :-D
Übernachtet wurde diesmal auf einem Campingplatz mit Duschen, aber zum Glück wieder in den Swags.
Am Sonntag ging es dann zum um kurz vor 5 los um den Sonnenaufgang am Uluru anzuschauen, allerdings haben wir uns darauf verständigt, nicht auf den extra für Sonnenaufgänge gebauten Busparkplatz zu begeben, sondern wieder auf den Sonnenuntergang Parkplatz um zu sehen wie die Sonne neben dem Berg aufgeht.




Dies war die richtige Entscheidung, denn wir waren nahezu alleine.


Danach konnten wir dann noch für eine halbe Stunde ins Information Center, ehe wir dann wieder Acht Stunden zurück nach Alice Springs gefahren sind.
Am Abend hat sich die Gruppe dann in unserem Hostel getroffen um den Abschluss zu feiern.



Hervorheben muss ich noch das es eine super Gruppe war und es vor allem auch wegen den Leuten unheimlich viel Spaß gemacht hat. Am Montag hatten dann alle einen kleinen Hangover (Kater), was uns aber nicht davon abhielt nocheinmal auf den Anzac Hill zu steigen um den Sonnenuntergang anzuschauen und danach zusammen Spaghetti zu kochen.


Am Dienstag stand dann der Rückflug auf dem Programm, zurück von Alice Springs (30-35°C + Sonnenschein) nach Melbourne ( 18°C + Nieselregen)
Jetzt habe ich nur noch Zwei Wochen meine Geschichtsvorlesungen mit anschließender Prüfung, ehe das Semester dann auch schon wieder vorbei ist. Ende des Monats geht es dann auch schon für eine Woche klettern in die Grampians.Bis bald