Mittwoch, 20. Januar 2010

Sail Away…

Die letzte Tour in Australien war echt super, ich bin von Sydney aus über Brisbane nach Airlie Beach geflogen von wo aus ich ne dreitägige Segeltour rund um die Whitsunday Islands unternommen habe. Die Tour ging am Mittwoch morgen um 9 Uhr los. Nachdem sich die 3 köpfige Crew und die 12 Teilnehmer vorgestellt hatten ging es los Richtung Hook Island, in dessen Bucht wir zum ersten Mal schnorcheln konnten.

Zum Schnorcheln musste man sogenannte Stinger suits (Stachelrochen-Anzug) anziehen, da diese vor Angriffen von Stachelrochen und auch vor Quallen schützen. Man muss sich die Küste nördlich von Brisbane so vorstellen, wunderschöne Strände, azurblaues Wasser aber dafür Rochen, Quallen, Haie und Krokodile.

Daher ist in diesen Gewässern das Schwimmen ohne diese Anzüge theoretisch verboten. Trotzdem hab ich das Schnorcheln unheimlich genossen, sobald man ins Wasser stieg waren Unmengen von farbigen Fischen um einen, die sich rund um die ebenso farbigen Korallen tummelten. Nach dem Schnorcheln gab es auf dem Boot dann einen Nachmittagstee und später gegen Abend noch ein gutes Abendessen während des Sonnenuntergangs.

Am zweiten Tag ging es früh morgens los durch die Hook Passage zur Hauptinsel um dort den Whitsunday Beach zu bestaunen (Auf diesem Strand wurde z.B. die Rafaello-Werbung gedreht). Er war wirklich toll und weiß aber leider war es wieder nur möglich im Stinger suit dort zu schwimmen. Am Nachmittag ging es dann an das Nordende der Whitsundays um wieder zu schnorcheln.

Den letzten tag haben wir dann etwas später begonnen durften dann noch einmal schnorcheln. Bei diesem Schnorchelgang ist sogar ne recht große Schildkröte an mir vorbeigeschwommen aber leider war da der Photo der Unterwasserkamera schon voll …was auch sonst….

Auf der Fahrt zurück nach Airlie Beach hat es dann angefangen zu stürmen, was das Segeln um so interessanter machte. Das Boot, die Ron of Argyll wurde 1928 in Schottland gebaut und König Geroge V war ein regelmäßiger gast auf dem Boot, ebenso Marylin Monroe und Charlie Chaplin (..hab ich mich in guter Gesellschaft befunden..).

Den Samstag habe ich dann noch in Airlie Beach verbracht und Sonntag ging es dann wieder zurück nach Sydney, von wo aus ich dann am Montag wieder nach Haslach aufgebrochen bin und hiermit auch den Blog schließe.


Vielen Dank, viele liebe Grüße und auf ein baldiges Wiedersehen….


Clemens

Melbourne to Sydney

Sodele, mein vorletzter Eintrag kommt.

Die paar Tage in Melbourne vergingen wie im Flug, am 23. Dezember haben wir noch meinen Bruder vom Flughafen abgeholt. Sein Flieger steckte wegen Schnee leider in Frankfurt fest und dadurch kam er einen Tag später erst in Melbourne an.

Wir haben dann natürlich noch einige Tage Sightseeing in Melbourne betrieben und sind dann am 26. Dezember Morgens mit dem Mietwagen los in Richtung Sydney. Der erste Stop war für zwei Tage im Wilsons Prometory National Park, eine Halbinsel ganz im Südosten von Australien.

An einem Tag sind wir dann auf den Mt. Oberon gewandert und den wohl tollsten Ausblick der Reise gehabt. Danach ging es weiter an der Küste entlang nach Lakes Entrance, ein Ferienort für Melbourner und daher in der Ferienzeit überfüllt. Dadurch blieben wir dann auch nur eine Nacht dort und sind dann am nächsten Tag gleich weitergefahren nach Narooma.

Hier haben wir uns dann entschlossen über Silvester zu bleiben und haben uns dann noch für eine Schnorcheltour nach Montague Island angemeldet, um mit Seehunden zu schnorcheln. Die Schnorcheltour war dann echt super, die Seehunde waren in massen um uns herum und haben uns manchmal bis auf einen Meter an sich herangelassen.

Silvester war dann dafür in diesem Jahr weniger spektakulär, wir haben uns was schönes Gekocht und sind dann um 12 an den Strand runter. Am Ersten ging es dann weiter nach Batemans Bay, wo wir uns in einem Caravanpark eingemietet haben für zwei Nächte. Der Caravanpark war echt luxuriös mit Pool(leider nicht benutzt) einer echt schönen Küche und nem Jumping Pillow (natürlich benutzt !).

Tagsüber ging es dann an Buchten und die zwei Abende haben wir dann in der Küche verbracht da es regnete. Am Tag unserer Abreise gab es dann noch ein Free Pancake (Pfannenkuchen) Frühstück und wie es sich für Australien gehört mit Ahornsirup und Vanilleeis. Danach gings dann Wollongong, wo wir dann als erstes die Stadt erkundet haben und noch etwas shoppen waren.

Unser letzter Stop vor Sydney hieß Blue Mountains, ein Gebirge ca. 2 Stunden entfernt von Sydney, hier sind wir am ersten Tag mit nem Zugähnlichen Teil die Klippe heruntergefahren und haben dann eine Wanderung gemacht, später gings dann wieder mit der Seilbahn hinauf zu unserem Campingplatz. Am nächsten Tag ging es dann nach Jenolan in die Tropfsteinhöhlen. Wir haben dann eine Tour genommen die uns in die größte Höhle bringt und die war wirklich unglaublich schön.

So nun sitzen wir noch in Sydney, haben uns schon die Stadt angesehen mit den Sehenswürdigkeiten wie Opernhaus Harbourbridge und den Zoo haben wir auch schon hinter uns. Gestern Abend hatten wir noch Glück denn es war der erste Tag des Sydney Festivals, ein großes Festival mit viel Musik und weil der erste Tag war war es umsonst und so konnten wir uns gemütlich in den Park setzen und den Bands zuhören. Morgen geht es dann für Simon und Lea wieder zurück nach Deutschland, ich flieg noch für einige Tag nach Arlie Beach um dort mit einem Boot um die Whitsunday Islands zu segeln, worauf ich mich tierisch freue. Am Montag ist dann mein Auslandsaufenthalt zuende und ich fliege zurück nach Deutschland.


Viele Grüße

Clemens

Donnerstag, 24. Dezember 2009

Great Ocean Road / Kangaroo Island / Adelaide und Grampian National Park

Hey,

nun bin ich wieder zurück in Melbourne und habe nen echt schönen Trip hinter mir. Am 9. Dezember habe ich mit der Lea ein Auto gemietet und es ging hier von Melbourne aus auf der Great Ocean Road, von der dann auf Kangaroo Island und danach nach Adelaide. Nach zwei Tagen in Adelaide ging es dann wieder langsam zurück durch die Grampians nach Melbourne, wo wir uns gerade noch mit meinem bruder getroffen haben, um gemeinsam nach Sydney zu reisen.

Die Reise ging los indem wir von Melbourne aus richtung Süden nach Sorrento gefahren sind. Von dort aus ging es dann mit der Fähre weiter nach Queenscliff. Danach ging es weiter nach Torquay, was wohl eines der Surf-Mekka's Australiens ist. Hier haben die ganzen Firmen die etwas mit Surfen zu tun haben ihren Hauptsitz und dadurch gab es auch einige Schnäppchen in den dazugehörigen Outlets. Nach einem Frühstück am Strand ging es los mit der Great Ocean Road, die ihrem Weltweit bekannten Namen alle Ehre macht. Das erste stück was mir auch am besten gefallen hat war direkt am Meer, links Wasser und rechts Berg. In Lorne haben wir dann nachdem wir noch die Lorne Waterfalls angeschaut haben, eine Nacht auf dem Zeltplatz verbracht. Am nächsten Tag ging es dann in den Ottoway National Park, eine Regenwald indem wir einen kleine Wanderung/Spaziergang gemacht haben. Den Rest der Route war das wetter etwas unwillig und es gab Wolken und starken wind deshalb konnte ich mich für die Attraktionen wie 12 Apostels oder London Bridge nicht so begeistern. Dies kann aber auch daran liegen das sich hier Scharen von Touristen tummeln, ständig Hubschrauber mit Touristen um die Sehenswürdigkeiten kreisen und jeder nur schnell ein photo machen möchte (und ich war dabei :-D ).

Weiter ging es über Portland bis nach Cape Jewis dem Fährhafen zur Kangaroo Island. Kangaroo Island ist eine Insel Südlich von Adelaide, auf der nur wenige Menschen leben aber dafür eine Menge Tiere wie Kangaroos Koalas, Echsen und Seehunde. Wir sind von Penneshaw, wo unsere Fähre anlegte zuerst mal in richtung Kingscote gefahren und Essen und Trinken für die 3 Tage einzukaufen. Dann ging die Fahrt los nach Seal Bay an die Südstrände der Insel wo wir dann Seehunde beobachten konnten. Weitergings über echt schöne Strände wie z.B. Vivonne Bay in den Flinders Chase National Park. Dort waren wir dann wieder auf dem Campingplatz und hatten als Nachbarn Kangaroos, Wallaby's und nen Koalabären. Am nächsten Morgen gings dann noch zu den Remarcable Rocks, eine Felsformation, von der man denkt, jemand hätte sie dort hingebracht. Danach ging es an die Süd-West-Spitze der Insel auf der es erneut Seehunde zu sehen gab. Die nacht haben wir dann umzingelt von Schnaken Bei American River verbracht. Am Dienstag sind wir schließlich mit der Fähre wieder rüber auf's Festland und nach Adelaide gefahren. Am Abend haben wir dann noch im Hostel Kniffel gegen ein paar Österreicher gespielt. Am nächsten Tag hatten wir dann eine City-Tour geplant, welche dann aber so endete, das wir die längste Zeit des Tages im klimatisierten Kaufhaus verbrachten, da es mittags um 15 Uhr 40° C und echt heißen wind gab. Am Abend haben wir dann noch ein Freies BBQ im Hostel erhalten und am Nächsten Morgen ging es dann wieder richtung Melbourne. Auf dem Rückweg haben wir aber noch ein paar Tage in den Grampians eingeplant, dem Gebirge in dem ich vor 2 Monaten klettern war. Diesmal haben wir die lockeren Touren gemacht mit kleinen Wanderungen/Spaziergängen zu echt tollen Aussichtspunkten. Am Campingplatz in den Grampians war es uns sogar möglich eines der vielen Kangaroos zu streicheln, weil dieses wohl schon so an Menschen gewohnt war (irgendwie auch schade). Die letzte nacht haben wir dann noch in Ballarat gecampt, eine Stadt die durch Goldfunde entstanden ist. Leider hatten wir keine Zeit mehr um einen Nachbau der Stadt zur Zeit der Goldfunde anzuschauen, bei der Schauspieler in Kostümen in der Stadt umherlaufen. So und jetzt sitzen wir zu dritt hier in Melbourne, machen ein bisschen sightseeing und planen unsere Tour nach Sydney, welche am Samstag beginnt.

Mittwoch, 25. November 2009

Day's between the Camp's & Kayaking Part II

Nachdem das Rockclimbing Camp vorbei war hatte ich noch zwei Wochen Zeit bis zum Kajak Camp. Um die Zeit zu überbrücken habe ich mich mit ein paar Leuten vom Klettern zum Bowlen und zum Essen getroffen. Da das essen aber ein Chinesisches 'All you can eat' war, konnte sich kaum einer mehr bewegen und das Bowlen fiel ins Wasser.



Zwei Tage später, nahm mich dann Jane, eine mal wieder 'wahnsinnsfreundliche' Australierin, für einen Tag mit zum Surfen nach Torquay.



Torquay liegt am Startpunkt der Great Ocean Road und hat glaube ich bis auf die Surfshop-Outlets nur unglaublich tolle Strände zu bieten. An dem letzteren waren wir dann und es war echt toll. Im Gegensatz zu den Stränden rund um Melbourne hatte der Wellen, Supersand und es war auch wenig los. Leider waren die Wellen auch etwas zu niedrig und zu kurz an dem Tag aber für die ersten Versuchen war es trotzdem gut.


Wieder ein paar tage Später sind wir dann nach Altona gefahren um in einem Indoor Kletterpark unsere Climbing-Skills wieder aufzufrischen. Doch wie uns schnell bewusst wurde müsste man erst Indoor-klettern und dann raus an den Felsen, da das Indoor-klettern wohl nur halb so interessant ist. Nichtsdestotrotz war ich an dem Abend sehr geschafft und bin früh ins Bett.

Letzten Donnerstag war dann der Beginn des Kajak-Camps, deshalb haben wir uns um 8 Uhr morgens am Bootshaus der UNI getroffen um die Ausrüstung auf den Trailer zu laden und dann Richtung Norden in die Nähe von Eildon zu fahren. Auf dem Letzten Stück der Strecke durchquerten wir die Zone in der es am Anfang des Jahres die schweren Waldbrände gab. Wir sind locker 30-40 Minuten durch Wälder mit schwarzen Bäumen gefahren und unser Dozent sagte das wir ja nur das Stück an der Straße sehen und das es sich kilometerweit ausdehnt. Das paradoxe daran, war das an den Schwarzen Baumstämmen schon wieder grüne Blätter und Zweige rausgewachsen sind, d.h. die Bäume sind nicht tot.
Am Gloulbourne river angekommen haben wir dann ne kurze Essenspause gemacht und sind dann gleich ins Wasser mit unseren Kajaks. Unser Campingplatz lag direkt am Fluss und der Fluss war speziell für Kajakfahrer hergerichtet. Das heißt das Betonhindernisse ins Wasser gelassen wurden um Stromschnellen und sogenannte Eddy's (Stellen mit ruhigem Wasser direkt hinter einem Hindernis) zu erzeugen. Fast die ganzen drei Tage spielten sich in den 300 Meter Stromschnellen ab und am Anfang dachte ich es wird ein bisschen langweilig, wenn wir statt Kajak-Touren jetzt nur an bestimmten Stellen üben können, aber mit der Zeit hat das Riesen Spaß gemacht, sodass man nicht mehr aus dem Wasser wollte.

Zuerst trafen wir uns aber über dem Fluss um nocheinmal alle Paddel- Schläge und -Techniken zu üben, immerhin war es fast zwei Monate her seid wir das letzte Mal im Kajak saßen.
Um warm zu werden spielten wir dann fangen wobei man wieder merkte das es unmöglich ist alleine einen unserer Coaches zu fangen. Danach ging es dann in die Stromschnellen und ja wie erwartet sehr spaßige Angelegenheit. Es ging darum schräg über die Stromschnellen zum nächsten Eddy zu gelangen, Stromschnellen hochzufahren und beim Runterfahren wieder in einen Eddy zu kommen. Am Abend gab es dann noch ein bisschen Theorie ehe wir den zweiten Tag wieder im Fluss starteten. Am Mittag sind wir dann ca. zwei Kilometer flussaufwärts an die Staumauer gefahren um von dort dann eine kleine Tour zu den Stromschnellen zu unternehmen. Da die Strecke aber keine Anforderungen an uns hatte begann eine Wasserschlacht.

Diese wurde durch ein plötzlich stark aufkommenden Wind unterbrochen und wir fuhren dann wieder flussabwärts um das Camp zu erreichen. Am Samstag, unserem letzten Tag waren wir dann wieder an der bekannten Stelle um nocheinmal die persönlichen Skills aufzubessern, danach spielten wir an einer ruhigen Stelle noch eine runde Wasserpolo, was in etwa so ist wie Wasserball nur mit Kajaks.



Dies endete aber damit das jeder versuchte jeden irgendwie ins Wasser zu bekommen, indem er den Spritzschutz am Boot des anderen löst und dann versucht irgendwie Wasser hereinzubekommen. Bei einem unserer Coaches haben wir es nur zu viert geschafft ihn ins Wasser zu bringen, aber wir waren dann leider auch alle drin.

Danach ging es dann unter die warme Dusche und das zusammenpacken.
Ach ja fast hätte ich es vergessen 200 Meter unter unseren Stromschnellen lag eine Strecke auf der am Sonntag dann ein Slalomrennen stattfindet, dort waren Kinder und Jugendliche in Kajaks unterwegs. Trainiert wurden sie von einem Australischen Olympioniken und die waren echt verdammt gut.
Naja dann war das Camp leider auch schon vorbei und es ging wieder zurück nach Melbourne.

Am Samstag abend hat es dann richtig angefangen zu regnen und bei mir kam dann leider das Wasser durch die Decke. Heute war aber jemand da der es hoffentlich repariert hat, denn für morgen haben sie wieder Gewitter vorhergesagt.

Cheers,
Clemens